5. Februar 2026
Der Gemeinderat hat entschieden, in Wittenbach kein Pilotprojekt zum altersdurchmischten Lernen (AdL) durchzuführen. Damit möchte er AdL als mögliches Element des Schulmodells nicht mehr weiterverfolgen.
Politische Ausgangslage ausschlaggebend
Die Einführung von altersdurchmischtem Lernen hat sich in Wittenbach zu einer kontrovers geführten politischen Diskussion entwickelt. Die Meinungen sind gefestigt, die Positionen klar voneinander abgegrenzt. Aus den Rückmeldungen des zweiten Austauschs mit Parteien und zwei Interessengruppen Mitte Januar geht hervor, dass eine Mehrheit von ihnen zum jetzigen Zeitpunkt gegen die Durchführung eines AdL-Pilotprojektes ist. Hauptsächlich wird der grundsätzliche Mehrwert von AdL und die Höhe der Kosten eines Pilotprojektes in Frage gestellt. Gemeindepräsident Peter Bruhin hält fest: «Wir haben uns dem politischen Diskurs gestellt und Parteien sowie Interessengruppen aktiv einbezogen. Offenbar ist altersdurchmischtes Lernen in Wittenbach derzeit politisch nicht die gewünschte Antwort auf die gesellschaftlichen Entwicklungen im Schulbereich.» Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat entschieden, das Thema AdL nicht weiterzuverfolgen. Die aktuelle politische Ausgangslage lasse eine Weiterbearbeitung als wenig zielführend erscheinen. Der Entscheid beruht entsprechend auf politischen und nicht pädagogischen Überlegungen.
Fokus auf Weiterentwicklung der Schule
Mit dem Entscheid möchte der Gemeinderat auch den Mitarbeitenden der Primarschule Klarheit verschaffen und eine weitere Phase der Unsicherheit vermeiden. Altersdurchmischtes Lernen stellt nur eines von mehreren möglichen Elementen der Schulentwicklung dar. Die Primarschule Wittenbach wird sich unabhängig davon entlang der Vision 2030 und des bestehenden Zukunftsbildes weiterentwickeln. „Aus den Rückmeldungen der Parteien zeichnet sich hierbei ein gemeinsamer Nenner ab“, so Bruhin. „Die Mehrheit spricht sich für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Schule aus.“ Die Verantwortlichen der Primarschule werden sich daher weiterhin mit den aktuellen und kommenden Herausforderungen befassen und Lösungsansätze finden, welche die Kinder ihren Bedürfnissen entsprechend optimal fördern und fordern.


