Für Jacy Söllner vom Schwimmverein St.Gallen-Wittenbach (SVSW) sollte der vierte und letzte Leg des European Aquatics Open Water Swimming Cup in Barcelona der Höhepunkt seiner Saison werden.
Für die 10 Kilometer hatte der 17-Jährige den Sommer durchtrainiert und sich gezielt auf das internationale Rennen mit Weltklasse-Athleten vorbereitet. Doch am Samstag, 3. Oktober, machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung.
Das Rennen im Hafenbecken Port Vell startete wie geplant. Bereits während der ersten Runde verschärften sich die Bedingungen jedoch massiv: Starker Regen und heftige Winde zogen auf, am Wettkampfort fiel sogar der Strom aus. Nach rund 3 Kilometern wurde das Rennen aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Die Schwimmer wurden mit Einsatzbooten der Marina rasch und sicher aus dem Wasser gebracht.
Für Söllner besonders bitter: Nach der ersten Runde und dem Feeding hatte er den Anschluss an die Führungsgruppe wieder hergestellt und lag gut im Rennen. «Ich war gut unterwegs und hatte mich nach dem Feeding wieder nach vorne herangearbeitet. Natürlich ist es enttäuschend, wenn man sich den ganzen Sommer auf genau diesen Wettkampf vorbereitet und ihn dann nicht beenden kann», so Söllner.
Auch nach dem Abbruch blieb die Situation turbulent: Das Wettkampfgelände stand unter Wasser, persönliche Gegenstände gingen verloren und zahlreiche Flüge wurden gestrichen. Die Entscheidung zum Rennabbruch war angesichts der Wetterlage jedoch alternativlos. European Aquatics bestätigte, dass weder eine sichere Fortsetzung noch ein Neustart möglich waren.
Damit endet Söllners Open-Water-Saison anders als geplant – aber zumindest mit der Gewissheit, dass die Form für den grossen Saisonhöhepunkt stimmte und in der neuen Saison weitere spannende Wettkämpfe warten.

Publikation unterstützt mit KI