7. April 2026
Mit dem Frühling beginnt auch die Hochsaison fürs Autowaschen. Damit das Auto wieder in neuem Glanz erstrahlt, nutzen einige dafür den eigenen Vorplatz. Das kann problematisch sein, sobald Reinigungsmittel im Spiel sind. Seifenwasser gelangt über den Entwässerungsschacht in Bäche und Flüsse. Die Abwasserreinigungsanlage wird dabei umgangen.
Warum ist das so?
Auf den meisten Vorplätzen in Wittenbach werden Regenwasser und Abwasser getrennt abgeführt. Regenwasser fliesst in die Gewässer, während Abwasser in der Abwasserreinigungsanlage landet. Wittenbach baut dieses Trennsystem seit Jahrzehnten aus; mittlerweile sind rund 90 % der Liegenschaften angeschlossen. Die Trennung von Regen- und Schmutzwasser ist sinnvoll, denn sie unterstützt eine effiziente, ökologische und wirtschaftliche Abwasserreinigung.
Kampagne «Obacht am Schacht»
Die Schweizerische Vereinigung der Fischereiaufseherinnen und Fischereiaufseher (SVFA) setzt sich seit Jahren für saubere Gewässer ein und hat die Präventionskampagne „Obacht am Schacht“ lanciert. Wird direkt über oder neben einem Schacht gewaschen, abgespritzt oder etwas entleert, kann das zu Gewässerverschmutzungen führen. Die SVFA appelliert daher an die Eigenverantwortung: „Leeren Sie nichts in Entwässerungsschächte und werfen Sie nichts hinein.“ Autos sollten daher möglichst in offiziellen Waschanlagen gereinigt werden, dort wird das Schmutzwasser zuverlässig der Abwasserreinigung zugeführt.
Wichtige Hinweise - so können Sie helfen:
a) Balkon, Terrassen, Dächer usw. nur mit Wasser reinigen.
b) Auf Unkrautvernichtungsmittel und chemische Produkte im Garten verzichten.
c) Gefässe und Geräte von Maler- und Maurerarbeiten an geeigneten Orten reinigen.
d) Wasser mit Reinigungsmitteln ins Haushaltslavabo giessen.
e) Zigarettenstummel und Abfälle im Müll entsorgen.
Mehr Informationen finden Sie auf
aquava.ch


