14. April 2026
Die Gemeinde Wittenbach schliesst das Rechnungsjahr 2025 mit einem Gewinn von knapp 639'000 Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von rund drei Millionen Franken. Ausschlaggebend für das positive Ergebnis waren insbesondere höhere Steuereinnahmen und geringere Aufwände im Bereich der Sozialhilfe und dem Asylwesen.
Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde schliesst mit einem erfreulichen Ergebnis ab. Bei einem Gesamtaufwand von 56.5 Millionen Franken resultiert ein Gewinn von rund 639'000 Franken. Damit liegt der Abschluss um knapp 3.5 Millionen Franken über den Erwartungen; budgetiert war ein Defizit von 2.96 Millionen Franken. Die Nettoaufwände liegen bei den meisten Funktionen unter den Erwartungen, lediglich in den Bereichen «Gesundheit» und «Kultur und Freizeit» wurde das Budget überschritten.

Steuereinnahmen übertreffen Erwartungen

Ein wesentlicher Faktor zum positiven Gesamtergebnis sind die deutlich höheren Steuereinnahmen. Bereits im Februar informierte die Gemeinde über den erfreulichen Steuerabschluss mit rund zwei Millionen Franken Mehreinnahmen gegenüber dem Budget. Trotz der Steuersenkung von 128 auf 123 Prozent wurden bei den Einkommens- und Vermögenssteuern über einer Million Franken mehr eingenommen als erwartet. Bei den Handänderungssteuern erfolgten dank einem neuen Rekordergebnis rund 744'000 Mehreinnahmen. Einzig die Grundstückgewinnsteuern blieben unter den budgetierten Werten.

Entlastung im Sozialbereich

Auch auf der Ausgabenseite zeigt sich ein positives Bild, insbesondere im Bereich der „Sozialen Wohlfahrt“. Der Nettoaufwand liegt hier um über 1.3 Millionen Franken unter dem Budget. Die Zahl der Sozialhilfebeziehenden ist im vergangenen Jahr zurückgegangen, zudem verkürzte sich teilweise die Dauer der Unterstützung. Dies führte zu geringeren Ausgaben sowohl bei der Sozialhilfe als auch bei den Beiträgen an Krankenkassenprämien. Auch im Asyl- und Flüchtlingswesen zeigte sich eine erfreuliche Entwicklung: Dank gezielter Integrationsmassnahmen und Unterstützung bei der Stellensuche konnten viele Personen mit Flüchtlings- oder Schutzstatus eine Erwerbstätigkeit aufnehmen und sich von der finanziellen Unterstützung der Gemeinde lösen. Entsprechend liegen auch diese Aufwendungen deutlich unter den budgetierten Beträgen.

Steigende Kosten im Gesundheitsbereich

Demgegenüber sind die Aufwendungen im Bereich «Gesundheit» gestiegen. Die Nettoaufwände erhöhten sich um rund 671'000 Franken. Hauptgrund dafür sind erneut steigende Beiträge der Gemeinde an die Pflegefinanzierung. Zudem nahmen die Kosten für private Spitex-Anbieter zu, insbesondere für Leistungen im Zusammenhang mit der Betreuung durch pflegende Angehörige.

Bildung als grösster Ausgabenposten

Mit einem Anteil von 44,4 Prozent und einem Gesamtaufwand von 25,1 Millionen Franken bleibt die Bildung der grösste Ausgabenbereich der Gemeinde. Insgesamt entspricht der Aufwand weitgehend dem Budget. Innerhalb des Bereichs zeigen sich jedoch Unterschiede: Während der Finanzbedarf der Regionalen Oberstufenschule um über 283'000 Franken höher ausfiel als geplant, weist die Primarschule tiefere Nettoaufwände auf. Gründe dafür sind unter anderem tiefere Kosten bei Informatik und Schulliegenschaften, Einsparungen bei Mobiliar, Lehrmitteln und Projekten sowie höhere Rückerstattungen Dritter.
Die Stimmberechtigten entscheiden über die Genehmigung der Jahresrechnung 2025 im Rahmen der Bürgerversammlung vom 11. Mai 2026. Auf 2025.wittenbach.ch finden Sie diverse Informationen rund um das Geschäftsjahr 2025, die gedruckte reduzierte Broschüre ist ab dem 20. April in der Ratskanzlei erhältlich.