Die Freibadsaison im Schwimmbad Sonnenrain ist zu Ende und sie wird in Erinnerung bleiben. Rund 64'000 Besucherinnen wurden in diesem Sommer gezählt. Damit liegt die Zahl deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 40'000 bis 50'000 Eintritten. «Das ist ein Rekordwert. Auch im Hitzesommer 2003 hatten wir nicht diese Zahlen», sagt Daniel Worni, Betriebsleiter ad interim des Schwimmbads Sonnenrain.
Volles Haus an heissen Tagen
An Spitzentagen kamen bis zu 2'000 Menschen in die Badi. Besonders gut besucht waren die heissen Wochenenden. Ungewöhnlich war dabei, dass die Besucherzahlen auch während und nach den Sommerferien kaum zurückgingen. «In diesem Sommer haben wir die Ferienzeit nicht gespürt», erklärt Worni. So dürfte sich der Rekordsommer auch positiv auf die Jahresrechnung auswirken. Zwar stehen den höheren Einnahmen auch zusätzliche Kosten für Wasser, Chemikalien und den Betrieb gegenüber. «Der Abschluss wird sicher besser sein als in anderen Jahren», ist Worni bereits heute überzeugt.
Hohe Belastung für das Personal
Der Besucherrekord hatte allerdings auch seine Kehrseite. Die konstant hohen Besucherzahlen forderten das gesamte Team über die ganze Saison hinweg. «Das Personal ist an die Belastungsgrenze gekommen», sagt Worni. Weil die üblichen Schlechtwetter-Tage als Erholungspausen praktisch ausblieben, waren die Bademeisterinnen über Wochen stark gefordert. Um die Sicherheit zu gewährleisten, waren an Spitzentagen drei der vier Bademeister*innen gleichzeitig vor Ort. Zusätzlich konnten zwei Kassenmitarbeiterinnen, die über die entsprechende Ausbildung verfügen, in der Aufsicht eingesetzt werden. «Ich bin sehr dankbar für den grossen Einsatz und die Flexibilität aller Mitarbeitenden», so Worni. «Dank ihnen hat der Betrieb sicher und gut funktioniert.» Die Saison verlief glücklicherweise ohne nennenswerte Unfälle. Kleinere Blessuren wie Sonnenbrände, Schürfungen oder Bienenstiche blieben im üblichen Rahmen.
Vom Becken auf den Sportplatz
Trotz der Hitze war die Wasserknappheit für die Badi glücklicherweise kein Problem. In dieser Saison musste teilweise bis zu 100'000 Liter Frischwasser zugeführt werden, um die Wasserqualität sicherzustellen. Denn mit steigenden Besucherzahlen nimmt auch der Bedarf an Frischwasser und Chemikalien zu. Für das Überflusswasser hat die Badi eine nachhaltige Lösung: Dieses wird neutralisiert und in einem Becken gesammelt. Anschliessend kann es zur Bewässerung der angrenzenden Sportanlage verwendet werden. «Die Rasenfläche der Badi selbst wurde hingegen nicht bewässert und hat unter der Trockenheit gelitten», berichtet Worni. Ob im kommenden Frühling zusätzlicher Aufwand für die Gartenpflege nötig sein wird, wird sich erst zeigen.
Den Abschluss der Freibadsaison bildete am vergangenen Montag das traditionelle Hundeschwimmen. Rund 70 Hunde nutzten die Gelegenheit im Becken herumzutollen. Für Worni ein gelungener Schluss: «Es ist ein sehr friedlicher und schöner Anlass.» Während die Hunde nun wieder draussen bleiben müssen, läuft im Sonnenrain bereits die normale Hallenbadsaison.
Badi-Kafi
Auch im Badi-Kafi sorgte der Rekordsommer für erfreuliche Zahlen. «Es war eine unglaubliche Saison», fasst Sven Hillmann, Koordinationsperson Gastronomie bei der obvita, zusammen. Über die Theke gingen mehr als 15'000 Glaces, 3'000 Portionen Pommes, rund 1'500 Schnitzelbrote und etwa 600 Pizzas. «Wir sind mega zufrieden und freuen uns bereits auf das nächste Jahr.»
Rekordsommer für die Badi Sonnenrain
| Wittenbach
| vor 9 Stunden
Die Badi Sonnenrain blickt auf eine aussergewöhnliche Sommersaison zurück: Knapp 64'000 Badegäste sorgten für einen neuen Besucherrekord und stellten das Personal vor besondere Herausforderungen.
Badi Wittenbach
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