Das Familienwerk Wittenbach hat sich in den vergangenen sechs Jahren zu einem wichtigen Treffpunkt für Familien entwickelt. Mit dem Weggang der Leiterin, Astrid Addison, geht eine prägende Aufbauphase zu Ende. Sie hinterlässt ein etabliertes Angebot.
Vor sechs Jahren begann in Wittenbach der Aufbau des
Familienwerks
mit dem Ziel, einen Treffpunkt für Familien mit Kleinkindern zu schaffen. Als Leiterin prägte Astrid Addison das Familienwerk von Beginn an mit. Mit der Eröffnung im August 2020 startete das Begegnungscafé an zwei Halbtagen pro Woche. „Der Beginn war durch die Corona-Pandemie eine grosse Herausforderung“, erinnert sich Addison, „ein niederschwelliges und offenes Angebot, wie wir es angestrebt haben, war unter den damaligen Corona-Regeln nicht möglich.“ Umso mehr waren Geduld, Ausdauer und Überzeugungskraft gefragt. Schritt für Schritt gelang es, das Familienwerk mit dem Begegnungscafé in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und zu etablieren.
Ein etabliertes Angebot
Trotz Startschwierigkeiten gelang 2023 der Übergang vom Pilotprojekt in ein festes Angebot der Gemeinde. Heute ist das Familienwerk eine wichtige Drehscheibe der frühen Förderung und vereint verschiedene Angebote unter einem Dach: Das Begegnungscafé, die Mütter- und Väterberatung, die ELKI-Spielgruppe sowie weitere eingemietete Vereine, wie der Zwirbeltreff und die Spielgruppen Wittenbach. Ergänzt wird das Angebot durch Deutschkurse und die Fachstelle Integration. «Das Familienwerk hat sich als wichtiger Bestandteil der frühen Förderung in Wittenbach etabliert», freut sich Astrid Addison. Durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachstellen und das vielseitige Angebot ist ein Ort entstanden, der Begegnung, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert. Auch das Begegnungscafé hat sich weiterentwickelt: Die Öffnungszeiten konnten auf einen dritten Halbtag erweitert werden. Inzwischen besuchen durchschnittlich 20 bis 30 Personen das Café, in den Wintermonaten auch bis zu 40 Besucherinnen. Für Astrid Addison zeigt sich der Erfolg jedoch vor allem in den persönlichen Begegnungen mit den Familien: «Kinder, die nicht mehr nach Hause wollen und die positiven Rückmeldungen der Eltern sind für mich die schönste Bestätigung, dass wir hier etwas Wertvolles aufgebaut haben.»
Wechsel in der Leitung
Auf Ende Juli hat Astrid Addison ihre Kündigung eingereicht. Mit grossem Engagement und viel Herzblut hat sie das Familienwerk während der vergangenen Jahre entscheidend mitgestaltet und aufgebaut. «Ich kann ein gut funktionierendes Familienwerk übergeben, das in der Gemeinde bekannt und geschätzt ist.» Zum Abschied lädt Astrid Addison am 29. Juni und 1. Juli alle Besucherinnen im Begegnungscafé herzlich zu Kaffee und Kuchen ein. Am 29. Juni steht zudem für Kinder ab drei Jahren Kinderschminken auf dem Programm. Jasmin Garcia wird ab 1. September die Leitung des Familienwerks übernehmen. Am 29. Juni wird sie bereits für ein erstes Kennenlernen im Begegnungscafé vor Ort sein.



