17. Februar 2026
Der Funkensonntag mit der Böögg Verbrennung ist ein eindrucksvoller Winterbrauch in Wittenbach. Damit die Tradition für alle ein unbeschwertes Erlebnis bleibt, wird die Sicherheit grossgeschrieben.
Am kommenden Sonntag findet in Wittenbach der traditionelle Funkensonntag statt. Mit der Verbrennung des Bööggs, Guggenmusikklängen und den als Hexen und weisse Schellenkläuse Primarschülerinnen wird der Winter symbolisch vertrieben. Damit diese Tradition Jahr für Jahr stattfinden kann, engagieren sich zahlreiche Beteiligte: die Arbeitsgruppe Kultur, die Pfadi Peter und Paul, die Gugge Tschaggi Waggi, Mitarbeitende des Werkhofs und der Primarschule sowie die Feuerwehr Wittenbach-Häggenschwil. Patrick Hersche ist einer dieser zahlreichen Beteiligten. Als Leiter des Werkhofs und Offizier der Feuerwehr Wittenbach-Häggenschwil laufen bei ihm zentrale Fäden in der Organisation und Durchführung zusammen – insbesondere, wenn es um die Sicherheit geht. „Einer meiner Aufgaben ist die Koordination, dass der Anlass für die Teilnehmenden, die Zuschauerinnen und die Umgebung sicher abläuft.“
Wetter als unberechenbarer Faktor
Das Wetter spielt in eine entscheidende Rolle. Nebel verhindert, dass der Rauch abzieht, und starker Wind erhöht das Risiko durch Funkenflug. „Wir machen anhand der Wettervorhersagen am Morgen eine erste Risikobeurteilung und entscheiden zusammen mit der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Kultur über die Durchführung“, erklärt Hersche. Im Verlauf des Tages wird die Wetterlage erneut beurteilt und notfalls auch kurz vor Beginn ein Verschiebung in Betracht gezogen. Wie schwierig solche Entscheidungen sein können, zeigte das vergangene Jahr: Kurz nach dem Knall des Bööggs musste das Feuer wegen aufkommender, unberechenbarer Windböen frühzeitig gelöscht werden. „Das sind unpopuläre Entscheide, aber sie dienen dem Schutz aller“, betont Hersche. Durch Böen können tieffliegende Funken Gebäude gefährden.
Feuerwehr überwacht den Funken
Am Funkensonntag stehen ca. 10 Feuerwehrleute offiziell im Einsatz. Sie entzünden den Funken, stellen sicher, dass die Kinder nicht zu nahe um das Feuer rennen, überwachen das Feuer und sichern den Verkehr am Umzug ab. Für den Notfall steht ein Tanklöschfahrzeug bereit. Nach dem Knall des Bööggs ist für die Zuschauerinnen und die teilnehmenden Kinder der Höhepunkt erreicht. Für Patrick Hersche und sein Team beginnt die Phase der Nachsicherung. „Wir überwachen das Feuer weiter, bis es kontrolliert abgebrannt ist – das kann einige Stunden dauern.“ Der Funkenhaufen wird zudem abgesichert, damit niemand darüber läuft. In den folgenden Tagen wird die Glut mehrmals täglich kontrolliert, auseinandergezogen und vollständig gelöscht. Anschliessend werden Asche und Rückstände entsorgt und die Wiese wieder instand gestellt.
Für Patrick Hersche ist der Funkensonntag mehr als ein Einsatz: Er hat selbst als Primarschüler teilgenommen, zuerst als weisser Schellenklaus, später als braune Hexe. „Der Funkensonntag ist ein fixer Termin im Kalender und bedeutet für mich Tradition, die ich immer wieder gerne erlebe.“
Funkensonntag 22. Februar 2025
17.30 Uhr
Treffpunkt der teilnehmenden Schülerinnen im Schulhaus Sonnenrain
18.00 Uhr
Start Umzug zur Funkenwiese
Ca. 18.30 Uhr
Entzündung des Funkens, die verkleideten Kinder rennen zur Guggenmusik um das Feuer, bis zum Knall des Bööggs
Ca. 18.45 Uhr
Gemeinsamer Rückmarsch zum Schulhaus Sonnenrain
Bei unklaren Witterungsverhältnissen erfolgt am Sonntag ab 12.00 Uhr eine Meldung auf
www.wittenbach.ch



